Umparken im Kopf – Bochum, was wird aus dir?

„Von Arbeit ganz grau“, sang vor 30 Jahren Herbert Grönemeyer in seiner Lokalhymne „Bochum“. Inzwischen hat nur noch jeder Fünfte einen Industriejob und die Arbeitslosigkeit liegt bei zehn Prozent. Nach der Zeche und Nokia ist nun auch Opel weg. Einst war das Werk Stolz und Wahrzeichen der Stadt, jetzt wird es abgerissen. Zum 1. Juli müssen das Gelände und die Gebäude, die noch stehen, der Stadt Bochum übergeben werden. „Besenrein“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Wie kein anderer personifiziert Einenkel den Jahre andauernden Überlebenskampf des Opel-Werks in Bochum. Aber auch Einenkel muss sich gegen den Mutterkonzern General Motors aus Detroit nun geschlagen geben. Mit der Fabrik verlieren die Menschen an der Ruhr viel mehr als Tausende Arbeitsplätze. Sie verlieren Zuversicht.

Eine Arbeit für das Magazin Stern.


Stern Nr. 26 / 2015

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Focus Nr. 05 / 2016

März 2015 Stern Reportage & Essay